Am 01.06.2008 waren mein Freund, Enrico Öltze, und ich, Katja Schwarze, zum Chasen zwischen Leipzig und Dresden unterwegs. Unser erster Zwischenstop befand sich ca. 10 km vor Nossen. Dort überlegten wir erst einmal wie wir nun verfahren sollten. Wir entschieden uns weiter Richtung Dresden zu fahren. Auf dem Weg dorthin konnten wir dann die erste Zelle beobachten die sich vor uns aufbaute. Das Ganze haben wir natürlich als Zeitraffer festgehalten. Wir beschlossen, noch ein Stück weiter zu fahren um diese noch genauer beobachten zu können. In dieser Zeit bauten sich weitere Aufwindtürme auf die sich dann teilweise zu enormen Zellen ausbildeten. An unserem nächsten Standpunkt (beim Dresdner Hof in der Nähe) legten wir dann jedoch unser Augenmerk auf eine ganz neue Zelle die wir von Anfang an in Beobachtung hatten. Diese wurde später aktiver indem sie im Sekundenabstand donnerte. Leider legte sich dies wieder nach ca. 15-20 min.
Gegen 18.15 Uhr beschlossen wir spontan nach Dresden, in Richtung einer großen Zelle, zu fahren. Wir fuhren über die A 17. Die Richtung Prag führt und fuhren in Dresden Prohlis ab. Wir waren keine 5 Minuten in der Stadt, da fing das Spektakel auch schon an. Der Regen wurde immer stärker und wir suchten uns Schutz bzw. einen Standpunkt zum Filmen unter einer Tankstelle. Kaum dort angekommen fing es auch schon an zu Hageln, Donnern und zu Blitzen. Die Hagelkörner hatten einen Durchmesser von ca. 2 cm. Während wir das Unwetter verfolgt, eine Meldung abgegeben und weiter aufgenommen haben, hat sich Christian Frohs bei uns gemeldet. Er befand sich nur ca. 500 m Luftlinie von uns und berichtete über Hagelkörner bis zu 3 cm und Wassermassen von teilweise einem halben Meter. Wir beschlossen sofort zu Ihm zu fahren. Jedoch war kein Durchkommen in diesem Moment. Die Strasse stand unter Wasser und ein Befahren war nicht mehr möglich. Es bildetete sich ein Stau und wir natürlich mittendrin. Nachdem wir uns doch noch einen Weg gesucht hatten und Christian mittlerweile zu uns gestoßen war, beobachteten wir wie die Anwohner ihre Keller, die teilweise Kniehoch unter Wasser standen, versuchten zu leeren und auszupumpen. Gleich in der Nähe der Tankstelle unter der wir standen schlug auch ein Blitz in das Dach eines Hauses ein und beschädigte den Schornstein enorm. Natürlich haben wir auch davon und von weiteren Auswirkungen des Gewitters Aufnahmen gemacht
Danach trennten wir uns von Christian und fuhren wieder nach Leipzig zurück. Kurz nachdem wir Dresden hinter uns gelassen hatten konnten wir noch einen sehr schönen Sonnenuntergang beobachten, der den Anschein erweckte als wenn nie etwas gewesen wäre. |