14.04.2008 | ||||||||||||||||||
Am Montag den 14.04.2008 hat sich an der Spitze eines Langwellentrogs über Westeuropa, über der Mitte Deutschlands ein Bodentief gebildet, das Frontensystem verlief weitgehend meridional. Die Kaltfront lag quasistationär über Baden Württemberg / Bayern und sorgte dort für hohe Niederschlagssummen, währenddessen befand sich die Warmfront in einem Gebiet etwa von Erfurt bis nach Berlin. | ||||||||||||||||||
Auf der Fahrt zu meinem, für diese Zellen, ausgewählten “Chasepoint“ blieb ich ständig mit Gerd Bierling und Oliver Schlenczek in Kontakt. Die beiden versorgten mich immer mit den aktuellsten Informationen. (Vielen dank dafür an die beiden) . Von hier aus beobachtete ich auch den Hagelschauer. | ||||||||||||||||||
Der Inflow: | ||||||||||||||||||
Hier ein paar Blitze (Videostills) | ||||||||||||||||||
Der zu beginn gefallene Hagel | ||||||||||||||||||
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Die Blitzfrequenz der Zelle war recht unterschiedlich, sie reichte von Blitzen im 5-8 Sekundentakt bis zu 5-8 Blitzen die Minute. Es schwankten ständig die anzahlen der Blitze für jeweils immer ca. 3-4 Minuten. | ||
Dazu musste ich wieder auf die Autobahn 14, weiter Richtung Dresden. Bereits 200m entfernt von meinem Standort begann sich die Hageldecke schlagartig zu vergrößern. |
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Bis er dort Ankam schaute ich mir die Umgebung ein wenig an. Dazu bin ich Parallel zur A14 wieder ein stück zurück um mich in das Gebiet des stärksten Hagelschlags zu begeben. |
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Obwohl die Zelle gerade erst durch war, gab es einige Kilometer hinter ihr überall hochreichende Cumulus congestus die immer wieder nach oben schossen. |
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Als Enrico dann anrief gab ich ihm meine Position durch und wir unterhielten uns kurz über die aktuelle Lage und was wir unternehmen werden. Da die Zelle zu diesem Zeitpunkt noch immer gut aktiv war beschlossen wir sie weiter Richtung Norden zu Verfolgen. |
Wenn man von der ungefähren Zuggeschwindigkeit der Zelle, welche in etwa bei 25-35km/h gelegen haben dürfte ausgeht, so muss der Hagel hier bereits 30-45 Minuten gelegen haben. Dennoch waren hier Körner bis 3,2cm zu finden (siehe Bild). Gut möglich das hier auch Körner gefallen sind die eine Größe von 4cm oder sogar mehr aufweisen konnten. |
Von der Lage zum Aufwind und von der Form her könnte es tatsächlich einer Wallcloud ähneln. Es war jedoch, auf Grund der großen Entfernung und den schlechten Lichtverhältnissen nichts Eindeutiges zu erkennen und schon gar nicht ob das Teil eine Rotation aufzuweisen hatte. |
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Da uns klar wurde das wir bei diesen Straßenverhältnissen keine Chance haben das System zu erreichen, beschlossen wir aufzugeben und das Spektakel gemütlich beim Abzug zu beobachten…somit ging seit langer Zeit mal wieder ein aufregender Tag zu ende.
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