16.07.2010: Blitzreiches Gewitter bei Rheine E-Mail
Am Abend des 16. Juli 2010 zogen mehrere Gewitterkomplexe über NRW Richtung Niedersachsen. Mein erstes Ziel war Rheine, dort hatte sich eine zwar kleine im Anfangsstadium aber doch recht feine Zelle gebildet. Das Folgende Radarbild gibt die Situation kurz nach 10 Uhr wieder:



Ich selbst hatte etwa beim Pfeil Position bezogen und konnte die abziehende Zelle beobachten, die in diesem Moment aber bereits recht stark am schwächeln war. Nur vereinzelt gab es mal einen Blitz zusehen. Dementsprechend zeigen sich auf die folgenden Bilder:


Bild: Abziehende Zelle in einem Industriegebiet zwischen Rheine und Hörstel.


Bild: Es ist nicht das, wonach es vielleicht aufden ersten Blick ausschaut.


Bild: Keine nennenswerte Dynamik oder gar Rotation.


Bild: Bei den gelegentlich aufflackernden Blitzen zeigte sich der abziehende Regenvorhang.

Aber aus Richtung Süden kam schon Nachschub in Form eines größeren und stärkeren Gewitters. Dies kündigte sich bereits mit einer recht hohen Blitzfrequenz am Horizont an. Ich beschloß mich nach Studium der neusten Radarkarten, etwas weiter Richtung Westen zu fahren, um dort einen schönen Beobachtungsplatz zu erhaschen. Das war gar nicht so einfach, Straßenalleen mit Bäumen sind bei Dunkelheit keine gute Wahl und je weiter ich Richtung Westen fuhr, desto näher kam ich Richtung Rheine mit Straßenlaternen und Bebauung. Das aufziehende Gewitter wurde immer blitzintensiver und ich bekam schon leichte Nervosität, keinen geeigneten Beobachtungsplatz mehr zu erhaschen.

Doch dann hatte ich einfach nur Glück: Ich bog mit dem Hintergedanken "probieren wir es mal hier" in den Langkampweg (Google Link) ein und erwischte hier Felder mit freier Sicht Richtung Westen. Perfekter ging es fast gar nicht. Von diesem Platz aus konnte ich den Aufzug des Gewitters wunderbar beobachten.


Bild: Meist war es nur ein konturloses Wolkengeflacker, aber ein paar schöne Blitze gab es hier und da doch zu sehen.




Bild: Standbild aus dem Video, Gewitterraufzug.

Dann setzte allmählich der Niederschlag ein und ich verstaute meine Ausrüstung und setzte mich ins Auto. Der Regen wurde rasch stärker und dann ergoß sich ein schöner kräftiger Platzregen. Ich schaltete das Fernlicht ein und konnte eindrucksvoll sehen, wie von oben die dicken Tropfen runterfielen. Das angrenzende Maisfeld flackerte in dem Gemisch aus Wind und Starkregen im Blitzgeflacker immer wieder mal kurz auf. Es gibt doch da diesen einen Horrorfilm mit den Kindern im Maisfeld... ach nee, die werden bestimmt nicht bei so einem Wetter unterwegs sein...  


Bild: Standbild vom Starkregen, im Video kommt das besser rüber.



Hier nochmal das Radarbild zum Zeitpunkt des Gewitters mit Starkregen. Als das Gewitter abgezogen war und der Niederschlag aufhörte, genoß ich noch ein paar Minuten das eindrucksvolle Blitzgeflacker am Himmel. Das Radarbild zeigte aber eine weitere Zelle an (auf obiger Karte südlich von Münster), die mit teilweise höchster Radarreflektivität Richtung Osnabrücker Raum zog. UWZ und DWD warnten entsprechend hoch. Über die A30 fuhr ich rasch zurück Richtung Osnabrück, an Osnabrück vorbei und positionierte mich bei Bissendorf. Wiederum machte sich das aufziehende Gewitter mit hoher Blitzaktivität bemerkbar. Mein Standpunkt war aber nicht optimal, da ich zwar nicht direkt den Kern der Zelle abbekommen würde, aber stärkerer Regen würde zumindest Blitzaufnahmen mit dem Fotoapparat verhindern.

Also entschloß ich mich, weiter Richtung Osten zu fahren. So weit, dass die Zelle dann westlich von mir vorbeiziehen würde. Kurz vor Gesmold zeigte sich dann aber, dass ich dies nicht mehr schaffen würde. Ich würde mitten in den Kern geraten, bei Nacht und zusätzlich einer Autobahn mit Baustelle erhöhtes Risiko. Also fuhr ich die Abfahrt Gesmold runter und stellte mich unter die Autobahnbrücke. Schon wenig später zog Starkregen auf, der Wind war nicht sonderlich stark, Hagel gab es an meiner Position auch nicht.



Nach dem das Gröbste vom Gewitter durch war, fuhr ich noch etwas in der Gegend rum, konnte aber keine größeren Schäden oder Hagel entdecken. Also entschloß ich mich, eine dunkle Ecke zu suchen (ich hatte da schon einen Platz im Kopf), um vielleicht von hier und da einen Blitz vom abziehenden Gewitter zu erhaschen. Ich erreichte den Beobachtungspunkt und stellte das Fahrzeug passend, da es noch etwas am Regnen war und ich daher noch im Wagen bleiben wollte. Das Autofenster hatte ich ganz geöffnet, die von Feuchtigkeit und Dunst gesättigte Luft roch wunderbar.

Rund 300 Meter entfernt waren ein paar Lichter eines Hauses zu sehen, ansonsten war es nahezu stockdunkel, bis auf das Blitzgeflackere. Den Gesprächsfetzen nach, die mit dem Wind vom Haus rübergetragen wurden, war hier wohl gerade eine Gartenpartie durch das Gewitter beendet worden. Der Regen hatte schon fast aufgehört und ich griff scho nach meiner Canon, als ich plötzlich rund drei bis vier Meter neben der Wagentür ein Knurren von einem Hund hörte. Dem Knurren nach war es ein großer Hund, sehen konnte ich ihn in der Dunkelheit aber nicht. Ich erschrack furchtbar und schrie laut "Hau ab du blöder Köter". Ich versuchte hastig, das Autofenster zu schließen. Mein alter Wagen hatte dazu eine schlichte aber jederzeit funktionierende Fensterkurbel. Ich hatte aber sei kurzem einen neuen Wagen, da werden die Fenster jetzt elektrisch hochgefahren. Ich der Hektik drehte ich den Schlüssel zu weit, der Wagen sprang gleich mit an, ein Gang war noch eingelegt und der Wagen machte einen kleinen Schubser nach vorne - abgesoffen. Das Fenster vielleicht gerade mal  um 5 cm geschlossen. Also wieder Schlüssel drehen, immer noch Angst vor dem bisschen Hund und es passierte wieder das gleiche.  :whistling:

Immerhin war das Fenster nach dem 3. oder 4. Mal soweit zu, dass ich mir sicher war, dass dort kein Hund mehr durchspringen konnte. Noch ein paar mal tief durchgeatmet hatte ich mein Chasing dann beendet und bin wieder nach Hause gefahren. Da haben wir die ganzen Sicherheitstipps für das Stormchasing, aber nicht einen Satz dazu, was man macht, wenn in der Dunkelheit plötzlich ein Hund oder andere urzeitliche Viecher auftauchen...  

Abschließend noch das Video (ohne Hund) von dem Gewitterabend:

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» 5 Kommentare
5"Hallo BarbaraJetzt h"
am Montag, 4. August 2014 11:07von Ana
Hallo BarbaraJetzt hab ich auch lange hingeguckt und jaazaa, jetzt sehe ich den Engel - ganz links, der erste Hf6ger. Das Gesicht ist doch auf der linken Seite gaaaanz deutlich zu sehen, oder?Grfce4ssliIda http://ahzebxo.com [url=http://dbfpvq.com]dbfpvq[/url] [link=http://dtofzp.com]dtofzp[/link]
4"Auf dem ersten Bild"
am Samstag, 2. August 2014 10:41von Marina
Auf dem ersten Bild seh ich ein vetrezrres Herz.Tja, was seh ich auf dem zweiten?Ein Liebespaar oder ein Kamel ohne Kopf und Hals.Oooooooooder Dolly Buster im liegen. Grf6hl
3"Muito bom Beto. Sem"
am Freitag, 1. August 2014 18:29von Mohit
Muito bom Beto. Sem vocea jamais teamiros estes momentos registrados. Espero que a ABES tenha como armazenar este acervo para no futuro relembramos o nosso passado. As coisas boas que estamos fazendo Uma abrae7o, Vitorio. http://ylyplxj.com [url=http://wtzzpwihsm.com]wtzzpwihsm[/u rl] [link=http://qlwiku.com]qlwiku[/link]
2"ari sranc krvcnenq "
am Mittwoch, 30. Juli 2014 14:53von Sachin
ari sranc krvcnenq obmaain asenk hayeren xosa u verjumer caxkacni: im axpeeeers, jan, jan jan U mekel koxkic mihat tati durs ga Barak u Michele Obamaneri userin lavash gci, heto Michelin gtalov mexr utacni minchev Baraki votov dran demi apsen jardi .:)
1"inch vor azat dostup"
am Dienstag, 29. Juli 2014 09:39von Exbiimaxionalishaoverspice
inch vor azat dostupum ka вот они, Ð¿Ñ€ÐµÐ¸Ð¼ÑƒÑ‰ÐµÑÑ ‚ва свободного доступа к базам данных ))) Кстати, это не по теме, байц ete kvoearr ban petk lini, vor@ anhasaneliya, lini da norutyun, terti hodvats te gitakan hodvats, обращайся, ну не на э
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