26.10.2004: Spektakuläres Halophänomen am Flugplatz Atter beobachtet E-Mail
Von manchen Dingen wird man doch immer wieder überrascht, trotz all der Erfahrung, die man in den vergangenen Jahren sammeln konnte. So sollte es auch heute wieder sein. Von Sonnenaufgang an war der ganze Himmel mehr oder weniger stark von Cirren überzogen, Halos zeigten sich aber noch keine. Zur Mittagszeit dann muss aber wohl eine neue Eiskristallschicht reingezogen sein, denn ab dann ging es pötzlich richtig los.

Per Definition umfasst ein Halophänomen mindestens fünf gleichzeitig auftretende Haloarten. In diesem Falle waren es sogar sechs Haloarten: Nebensonnen, 22°-Ring, Zirkumzenitalbogen (ZZB), Oberer Berührungsbogen (OBB), Supralateralbogen und Parrybogen. So ein Ereignis ist recht selten zu beobachten.

In der Nähe vom Flugplatz Atterheide konnte ich eine kleine Beobachtungsrunde abhalten. Ein Straßenschild bot dabei eine wunderbare Möglichkeit, die Sonne zu verdecken. Nicht ganz ungefährlich war diese Aktion, da der Schatten des Schildes schon ein Stück weit auf die Straße ragte und ich halb liegend und sitzend aufpassen musste, das mich kein Auto übersieht - denn an die 50 km/h hält sich dort kaum jemand ;-)


Bild: Die Stimmung am frühen Morgen - schön anzusehen, aber noch nicht gerade spannend.


Bild: 22°-Ring, rechte Nebensonne (rechts vom Straßenschild) und ein oberer Berührungsbogen (oberhalb des Schildes).


Bild: Oberhalb des Oberen Berührungsbogen (hinter dem Schild) ist der Zirkumzenitalbogen sichtbar.


Bild: Oberer Berühungsbogen (links unten), Zirkumzenitalbogen (links oben) und davon ausgehend der Supralateralbogen (nach rechts unten verlaufend).

Die folgenden vier Bilder sind Standbilder aus einem Video. Bei den Aufnahmen wurde ein Weitwinkel-Vorsatz verwendet, um möglichst viel vom Halophänomen aufnehmen zu können. Die obere Bildreihe zeigt die unbearbeitete Version, die untere Bildreihe ist kontrastverstärkt.







Bild: Zugvögel verabschieden sich Richtung Süden.
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